Schawe, Osnabrück
Heger Tor, Osnabrück
Osnabrücker Rathaus
Historische Informationen zu Osnabrück ab 1800

Bei der Zerschlagung eines zunächst harmloses Zusammentreffen von Osnabrücker Handwerksgesellen und Bürgern, dem Gesellenaufstand in der Gartlage, im Jahr 1801 n. Chr. kommt es zur Tötung von 10 Aufständischen und harten Bestrafungen gegen den Rest.

Durch den Reichsdeputationshauptausschluss des Immerwährenden Reichstags in Regensburg vom 25.2.1803 n. Chr., als letztes großes Gesetz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, wird auch das Fürstbistums Osnabrück aufgelöst. Im Zuge dieser Säkularisation tritt Bischof Friedrich das Fürstbistum Osnabrück an König Georg III. von England ab. Die Verwaltung des ehemaligen Fürstbistums Osnabrück übernimmt die hannoversche Regierung.

Durch die Okkupation des Kurfürstentum Hannover durch Frankreich besetzen napoleonische Truppen Osnabrück und übernehmen die Verwaltung in Osnabrück. Einer der ersten Amtshandlungen der französischen Verwaltung ist die Vergabe von Hausnummern in Osnabrück. Mit der Kriegserkläung Preußens an Frankreich, am 1.3.1806 n. Chr., wird das Kurfürstentum Hannover von preußischen Truppen annektiert und so leistet auch die Stadt Osnabrück dem preußischen König den Huldigungseid. Doch nur kurzfristig, denn durch die preußische Niederlage in der Schlacht bei Jena am 26.10.1806, kehren die französischen Truppen nach Osnabrück zurück und Osnabrück wird, mit dem Osnabrücker Land, der Region um Münster, Tecklenburg, Lingen und der Grafschaft Mark, zum "Premier Gouvernement das Pay Conqius" zusammengefasst und zu hohen Abgabenzahlungen verpflichtet. Nach dem Ende der Napoleonischen Herrschaft im Jahr 1813 n. Chr. wird Osnabrück vom Königreich Hannover regiert.

Im Jahr 1808 n. Chr. wird die Leichenbestattung innerhalb der Stadtmauern von Osnabrück verboten und der heutige Hasefriedhof und Johannesfriedhof werden angelegt.

Der Advokat Gerhard Friedrich von Gülich stiftet im Jahr 1815 n. Chr., das heute noch erhaltene Heger Tor, in Anerkennung der Tapferkeit des Osnabrücker Landwehrbatallions bei Waterloo. Mit dem Entwurf des Tores wird Johann Christian Sieckmann beauftragt. Der Baubeginn des Heger Tors ist im Jahr 1817 n. Chr..

Am 23.3.1822 wird Justus Wilhelm Lyra in Osnabrück geboren und wächst als Sohn eines Kanzleiregistrators in seiner Geburtsstadt auf. In Berlin, Bonn und Göttingen studiert er Philosophie und vergleichende Sprachwissenschaft zuletzt erst Theologie. Spät erst wird er zum Theologen. Während des Studiums tritt er als Verfasser, Sammler und Herausgeber von Volksliedern hervor. Sein herausragendes Werk hierbei ist wohl die Komposition des Liedes "Der Mai ist gekommen" zu einem Text von Emanuel Geibel. Ein weiteres musikalisches Hauptwerk ist die Komposition der "Weihnachtskantate" zum Text von Matthias Claudius.

Das "Festungsgebot", ein Bebauungsverbot von 1553 für den Bereich außerhalb der Stadtmauern, wird 1843 aufgehoben.

Im Jahr 1855 fährt die erste Eisenbahn durch Osnabrück.

1866 fällt Osnabrück an Preußen. Die ist das Ende des Deutschen Bundes.

Mit dem Beginn des elektronischen Zeitalters wird 1887 in Osnabrück der Fernsprechverkehr aufgenommen. Es gab 32 Telefonverbindungen.

Der Osnabrücker Hauptbahnhof wird 1895 feierlich eröffnet.

Der bekannte Schriftsteller, Erich Maria Remarque, wird 1898 in Osnabrück geboren.

Ein Jahr später, 1899, wird Friedrich Vordemberge-Gildewart in Osnabrück geboren. Er zählt heute zu den bedeutendsten Vertretern des Konstruktivismus.

Der Osnabrücker Künstler, Felix Nussbaums wird 1904 geboren und 1944 von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet.

1906 hält die Straßenbahn in Osnabrück ihren Einzug .1960 wird der Fahrbetrieb eingestellt.

Das neue Theater am Domhof wird 1909 eröffnet.

1915 wird der Osnabrücker Kanalhafen fertiggestellt, ein Jahr später läuft das erste Schiff ein.

Das Kaiserreich endet und auch in Osnabrück bildet sich 1918 einen Arbeiter- und Soldatenrat.

Bei der ersten demokratischen Kommunalwahl 1919 in Osnabrück dürfen erstmals auch Frauen wählen.

Am 30. Januar 1933 ergreifen die Nationalsozialisten auch in Osnabrück die Macht.

Als Vorläufer des heutigen Osnabrücker Zoos wird 1936 "Der Heimtiergarten" eingerichtet.

In der Reichspogromnacht 1938 zerstören Nazihorden in der Nacht vom 9. zum 10. November auch die große Synagoge in der Rolandstraße.

Infolge des Stauffenberg-Attenats auf Hitler kommt es 1944 in Osnabrück zu zahlreichen Verhaftungen und Deportationen in Konzentrationslager.

In Folge des Krieges ist Osnabrück 1945 zu 68,5 Prozent zerstört, die Innenstadt sogar zu 85 Prozent.

1947 wird die Stadt Osnabrück in das Land Niedersachsen eingegliedert.

Das im Krieg zerstörte Rathaus wird 1948 feierlich wiedereröffnet. Die Feierlichkeiten finden zum 300. Jahrestag der Verkündung des Westfälischen Friedens statt.

Zwei Jahre später, 1950, wird das wiederaufgebaute Stadttheater am Domhof wiedereröffnet.

Die Stadt Osnabrück bekommt einen Fußgängertunnel am Neumarkt. Der Fußgängertunnel wird 1964 eröffnet.

Die Europafahne wird 1968 an die Stadt Osnabrück verliehen.

Die Fachhochschule von Osnabrück wird 1971 gegründet und ist am Westerberg angesiedelt.

Drei Jahre später, 1974, wird Osnabrück Universitätsstadt. Der Lehrbetrieb der neuen Universität Osnabrück beginnt.

1980 feiern Stadt und Bistum das 1200-jähriges Bestehen der Stadt Osnabrück, als Erinnerung an die Gründung durch Karl den Großen im Jahre 780.

Die Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit Sitz in Osnabrück wird 1990 gegründet. 1995 bezieht die Bundesstiftung Umwelt den Neubau an der Natruper Straße.

Das Erich Maria Remarque Friedenszentrum bezieht 1996 seine Räume in einem Ende des 18. Jahrhunderts gebauten Gebäude am Markt und beherbergt hier auch das Erich Maria Remarque-Archiv mit einer ständigen Ausstellung.

Im Juni 1998 wird das Felix-Nussbaum-Haus feierlich eröffnet. Es enthält die weltweit umfassendste Sammlung mit über 160 Werken Felix Nussbaums. Gebaut wurde das Museum nach einem Entwurf des renommierten amerikanischen Architekten Daniel Libeskind als Erweiterungsbau des Kulturgeschichtlichen Museums Osnabrück.

Der 100. Geburtstag von Friedrich Vordemberge Gildewart wird 1999 mit zwei großen Ausstellungen gefeiert.

Während der Weltausstellung, Expo 2000 ist die Stadt Osnabrück externer Standort.

 

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